Das ist eine Geschichte, die ich als kleiner Junge mit etwa 3 Jahren erlebt habe.
Ein Weinbauer aus Bechtolsheim Ernst-Ludwig Held, ein guter Freund von meinem Vater, hat mich immer mitgenommen, wenn er in den Weinbergen was zu tun hatte.

Eines Tages hat mich der Weinbauer mitgenommen in den Weinberg, wir sind zwischen den Weinreben entlanggelaufen. Plötzlich war da ein kleiner junger Hase. Der Bauer hat mit seiner Hacke den Hase tot geschlagen. Ich war geschockt, ich wollte den Hase in meine Hand nehmen und ihn streicheln. Doch es war zu spät, der Hase lag tot am Boden. Der Bauer hat den Hase etwas mit Weinblätter zugedeckt. Der Bauer hat zu mir gesagt, die Hasen fressen die Weinreben an und dann gehen die Weinreben kaputt. Dann sind wir wieder nach Hause gegangen. Ich war zu Hause im Garten in einem Laufgitter und musste an den toten Hase denken. Dann sagte ich zu mir selbst, ich muss zurück gehen und den Hase holen, weil er nur am Boden lag. Ich wollte den Hase holen zu mir in den Garten, damit ich den Hase richtig beerdigen kann. Ich überlegt wie ich das machen soll, ich wusste den Weg noch, auch in welchem Weinberg und in welcher Reihe der Hase lag wusste ich, weil die Reihe mit einem roten Schild markiert war. Das hatte ich mir gemerkt, als ich und der Bauer nach Hause gegangen sind. Zuerst musste ich aus dem Laufgitter raus, als ich draußen war, ging ich ins Haus hinein zu meiner Mutter, die stand in der Küche. Ich fragte sie, ich brauche eine Jacke zum Verkleiden, ich will damit spielen. Meine Mutter wollte mir keine Jacke geben. Dann ging ich zum Schrank und holte mir ein Sakko aus dem Schrank. Weil in diesem Sakko eine Innentasche war und ich wollte den Hase dort rein machen. Ich zog das Sakko an und ging in den Garten, dass Sakko war mir viel zu groß, es schleifte bis zum Boden. Im Garten waren auch andere Kinder, ich sagte wir machen einen Umzug in den Weinberg. Ich sagte ihr geht in diese Richtung und ich gehe dort entlang und wir treffen uns dort hinten an der Straße. Ich bin bis zum Ende des Gartens gegangen und musste einen Hang hoch klettern, ich rutschte immer ab, aber ich schaffte es bis oben zur Straße. Dort waren auch die anderen Kinder, wir sind über die Straße gegangen in einen Feldweg. Der Feldweg führte an einem Schützenhaus vorbei, dort wurde geschossen, ich hatte etwas Angst. Am Schützenhaus mussten wir rechts vorbei abbiegen und dann geradeaus weiter, bis wir zu den Weinberg kamen. Ich hatte so lange alle Reihen mir angesehen, bis das rote Schild kam. Dann sagte ich zu den Kindern, ihr müsste hier warten. Ich bin dann in die Reihe rein gegangen, bis ich den Hase gefunden hatte. Ich habe ihn gleich in meine Innentasche von meinem Sakko gemacht. Wir sind dann alle zusammen wieder nach Hause gegangen, die anderen Kinder sind weitergegangen ins Dorf zurück. Ich bin dann wieder zu meiner Mutter gegangen und fragte, hast du einen Schuhkarton? Meine Mutter gab mir einen leeren Schuhkarton. Dann bin ich wieder in den Garten gegangen und habe etwas Gras in den Schuhkarton gelegt. Dann habe ich den Hase in den Schuhkarton gelegt. Ich suchte noch ein paar Blüten und machte mit zwei kleinen Ästen ein Kreuz und legte alles in den Schuhkarton. Ich habe dann den Schuhkarton nicht gleich zu gemacht, ich habe noch etwas gewartet und zu mir selbst geredet. Lieber Hase du wirst in den Himmel kommen. Dabei merkte ich plötzlich, dass der Hase etwas zuckte. Ich dachte du bist doch tot. Ich dachte das war nur ich, weil ich den Karton berührte. Dann machte ich den Deckel drauf und habe den Karton in eine Mulde gestellt. Diese Mulde war im Hang, genau dort wo ich den Hang zur Straße hinaufgeklettert war.